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22.01.2014 - Veranstaltung - Beruf / Bildung / Jobs
kmu4family auf Baden-Württemberg-Tour
Das MFG-Projekt startet mit einem hochkarätig besetzten Employer Branding-Event in Freiburg ins neue Jahr. Partner ist bwcon südwest
Auf dem Arbeitsmarkt in gutem Licht dazustehen und sich positiv von seinen Mitbewerbern abzuheben, gehört zu den Zielen fast aller Unternehmen. Seit die Idee der Arbeitgebermarke Ende der 1990er Jahre aufkam, haben vor allem die großen Konzerne gezielt in ihr Image investiert. Mit dem steigenden Fachkräftemangel gewinnt Employer Branding auch in Deutschland an Bedeutung.
Allerdings haben kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – von denen es gerade in Baden-Württemberg viele gibt – häufig nicht die finanziellen und personellen Ressourcen, um aufwändige Image-Kampagnen und Arbeitgeber-Markenstrategien wie die Großunternehmen umzusetzen. Trotzdem kann auch der Mittelstand seine Stärken – etwa eine konsequent familienbewusste Personalpolitik – wirkungsvoll kommunizieren und sich damit ein klares Profil schaffen.
Employer Branding – sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren
Das Projekt „kmu4family – Familienfreundlich zum Unternehmenserfolg“ unterstützt KMU aus der IT-, Medien- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg auf dem Weg zum familienfreundlichen Arbeitgeber. Das erste Highlight im neuen Jahr ist eine Abendveranstaltung in Freiburg zum Employer Branding. Am 4. Februar können sich Geschäftsführer und Personaler in den Räumen der IHK Südlicher Oberrhein über Ansätze zum erfolgreichen Gewinnen und Binden von Mitarbeitern informieren.
Die Veranstaltung wird eröffnet von Dr. Birgit Buschmann, Leiterin des Referats Wirtschaft und Gleichstellung im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. Durch den Abend führt Rudolf Kast, Vorsitzender des Demografie-Netzwerks ddn. Die wissenschaftliche Perspektive steuert Michaela Allert, Lehrbeauftragte an der Universität Freiburg, in ihrem Fachvortrag „Schritt für Schritt zur überzeugenden Arbeitgebermarke“ bei.
Beispiele aus der Praxis: SICK AG und HP
Wie man als Hidden Champion bei der Personalrekrutierung punktet und eine Umgebung schafft, in der die Mitarbeiter sich wohl fühlen und sich mit dem Unternehmen identifizieren, schildert Andreas Grieger, Leiter Personal bei der SICK AG in seinem Vortrag „SICK AG – Great Place to Work“. Das Unternehmen, ein führender Hersteller von intelligenten Sensorlösungen, präsentiert seine Arbeitgeberqualitäten im Zuge einer Employer Branding-Kampagne.
Wesentliche Bausteine der familienorientierten Personalpolitik der SICK AG sind Zeitsouveränität und flexible Arbeitszeitmodelle. Die Möglichkeiten reichen von Gleit- und Schichtarbeit über Teilzeit und Jobsharing bis zu Home Office und Telearbeit. Ein sogenanntes „ZeitWertKonto“ ermöglicht eine individuelle Lebensplanung. Zudem werden Kinder- und Hausaufgabenbetreuung sowie Ferienprogramme angeboten. Eine aktive Gesundheitsvorsorge gehört ebenfalls zum Konzept.
Auch die Hewlett-Packard GmbH in Böblingen hat eine starke Arbeitgebermarke entwickelt. Unter dem Motto „Employer Branding @hp – der etwas andere Weg“ berichtet Katrin Scheurenbrand, HR Staffing Manager bei HP, welche Maßnahmen sich im Wettbewerb um IT-Fachkräfte bewährt haben. Und stellt ein Unternehmen vor, das hinter seinen Mitarbeitern steht, diese als Markenbotschafter schätzt und ein Arbeitsumfeld mit vielen persönlichen Freiräumen schafft. Dabei setzt HP auf Work-Life-Balance sowie die berufliche und persönliche Weiterentwicklung der Kollegen.
Die Teilnahme an den kmu4family-Veranstaltungen ist dank der Projektförderung kostenlos. Die nächste Veranstaltung „Kampf um die Köpfe“ findet am 13. Februar in Bühl statt, bis Ende 2014 folgen noch rund 20 weitere in ganz Baden-Württemberg.
Über kmu4family
Mit dem Projekt „kmu4family – Familienfreundlich zum Unternehmenserfolg“ unterstützt die MFG Innovationsagentur kleine und mittlere Unternehmen aus der IT-, Medien- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg, eine familienfreundliche Personalpolitik einzuführen beziehungsweise weiterzuentwickeln. Ziel ist es, KMU durch Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen attraktiver zu machen und somit dem Fachkräftemangel zu begegnen. kmu4family wird unterstützt durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Baden-Württemberg.